Klimaschutz und Jobs, jetzt! Europaweit!

Die Staats- und Regierungschefs werden am 9. Mai 2019 in Sibiu zu einem Sondergipfel zusammenkommen. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament: „Eine aktuelle Umfrage von Eurobarometer zeigt: neun von zehn EU-Bürger*innen sind der Meinung, dass Umweltschutz ein wichtiges Anliegen ist. Auf diesem Sondergipfel müssen sich die Staats- und Regierungschefs und -Chefinnen endlich zu mehr Klimaschutz durchringen. Die Netto-Null-Emissionen müssen vor 2050 EU-weit erreicht werden, besser wäre bis 2040 – und dies muss dementsprechend auch in der EU-Langfriststrategie durch Zwischenziele festgeschrieben werden. Der künftige EU-Haushalt darf nicht für fossile Energieprojekte, wie Gaspipelines und Flüssiggasterminals, verwendet werden. Sondern er muss den gerechten Übergang (‘just transition’) und die sozial-ökologische Wende finanzieren: im Energiebereich, im Verkehrsbereich, in der Gebäudedämmung, und natürlich in der Landwirtschaft. Dies muss sozial gerecht geschehen – und das kann es auch, wenn wir endlich die leidige Kürzungspolitik der letzten Jahre beenden.“

Drei Parlamente, eine Stadt – Klimaschutz kommunal bis europäisch

Klimaschutz ist die drängendste Frage unserer Zeit. Ein weiterer Dürresommer ist möglich. Junge Menschen gehen seit Monaten bei „Fridays For Future“ jeden Freitag auf die Straße. Doch was können wir für den Klimaschutz tun? Wie können die Kämpfe der Umweltverbände und Aktivisten und Aktivistinnen von der Politik unterstützt werden? Dieser Frage widmen sich drei LINKE Mandatsträgerinnen und -träger der kommunalen, Landes- und europäischen Ebene bei ihrem gemeinsamen Wahlkreistag im Leipziger Westen. Dr. Cornelia Ernst (Mitglied des Europäischen Parlamentes), Marco Böhme (Mitglied des Sächsischen Landtages) und Dr. Ilse Lauter (Mitglied des Leipziger Stadtrates) haben mehrere Umwelt- und Klimagruppen zum Gespräch eingeladen, um über europaweiten Kohleausstieg und weitere Klimaschutzmaßnahmen zu diskutieren. Ziel ist es, sich über Probleme, Sorgen und Nöte der Initiativen, Vereine und Institutionen auszutauschen. Weiterlesen »

3. Mai 2019: Willkommen und wie weiter? Einwanderungspolitik von links

Die letzten Jahre waren auch hierzulande geprägt von einer intensiven Diskussion über Fluchtbewegungen und Asyl. Doch das Phänomen der Migration ist viel größer. Es geht auch um das Ankommen und die Frage nach der solidarischen Gestaltung eines gemeinsamen Zusammenlebens und Miteinanders. Auf dem internationalen Diskussionsforum „Willkommen und wie weiter? – Einwanderungspolitik von links“ am 3. Mai 2019 in Dresden, wollen wir den Blick auf bisherige Diskurse von Migration erweitern:

Wir wollen über unterschiedliche Vorstellungen von Einwanderung und Freizügigkeit ins Gespräch kommen genauso wie über den Wandel der Gesellschaft infolge von Migration. Welche Konzepte von Integration und Einwanderung haben wir? Wie kann eine Einwanderungspolitik im Sinne der Ankommenden ausgestaltet werden und welche politischen Schritte sind dafür notwendig? Welche Spielräume haben Bundesländer und Kommunen, wenn der Bund in die falsche Richtung arbeitet? Weiterlesen »

Klima-Manifest der EP-Linksfraktion

Heute stellte die Linksfraktion im Europaparlament, die GUE/NGL, ihr Manifest gegen den Klima-Notstand vor. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament: „Klimaschutz hat absolute Priorität für unsere Fraktion. Dieser Kampf ist für uns kein alleinstehender Kampf – nein, er bedeutet auch, für Gute Arbeit zu kämpfen, für hohe Lebensstandards, für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Rassismus. Die natürlichen Lebensgrundlagen und Gemeinschaftsgüter (common goods) wie Wasser, Energie, Luft, eine saubere Umwelt und Gesundheit dürfen nicht den Profitinteressen einiger Weniger untergeordnet werden. Die Unfähigkeit der Regierungen, mit der menschengemachten Klimakrise adäquat umzugehen, beeinträchtigt schon heute das Leben von Millionen Menschen, wobei die Schwächsten am härtesten getroffen werden. Wir brauchen einen nie dagewesenen politischen Willen, um das Voranschreiten der Klimakrise aufzuhalten. Weiterlesen »

Uploadfilter gegen terroristische online-Inhalte abgelehnt

Ich bin froh, dass uns bei diesem Bericht maximale Schadensbegrenzung gelungen ist. Die Kommission wollte hier ein Gesetz schaffen, mit dem Anbieter von Hosting-Diensten von einer Behörde dazu verpflichtet werden können, Uploadfilter einzusetzen um die Verbreitung von terroristischen Inhalten zu unterbinden. Genau diesen Punkt hat das Parlament heute abgelehnt.

Dennoch konnten wir dem Text trotzdem nicht zustimmen. Klar ist, niemand will, dass Videos wie etwa jenes aus Christchurch, Millionenfach im Internet kursieren. Und ein rechtsstaatliches Verfahren, um solche Videos los zu werden, kann ich unterstützen. Aber hier geht es nicht nur um Videos, sondern um jeden Inhalt, den User*innen hochladen, auch wenn das nur ein Kommentar auf einem Blog ist. Innerhalb von nur einer Stunde soll dann gelöscht werden – oder drakonische Strafen drohen. Klar gibt es Ausnahmen für Journalismus, Kunst und politische Meinungen. Dies kann aber niemals ordentlich geprüft werden, und diese Verordnung setzt Eile über Sorgfalt.

Kommissarin Vĕra Jourová glaubt, dass solche Anschläge nicht mehr vorkommen, wenn wir nur die Inhalte aus dem Netz entfernen. Dieser verblendeten Hoffnung werden hier grundlegende Freiheiten geopfert.

Welt-Roma-Tag: Kampf gegen Antiziganismus heute wichtiger denn je

Cornelia Ernst, Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament, kommentiert die Situation der Roma-Bevölkerung in Europa anlässlich des Internationalen Tags der Roma (8. April): „In den letzten Jahren hat sich die Lage der Sinti und Roma in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union leider nur unwesentlich verbessert. Nach wie vor werden sie ausgegrenzt, diskriminiert, verfolgt oder kriminalisiert und das nicht nur in Orbáns Ungarn. Antiziganismus ist weiterhin ein eklatantes Problem der europäischen Gesellschaften, und das schließt ganz ausdrücklich auch Deutschland mit ein. Deshalb bleibt dieser Welt-Roma-Tag so wichtig und nötig. Roma gehören zu unseren Gesellschaften, seit vielen, vielen Jahrhunderten und sie stellen in Europa die mit Abstand größte Minderheit. Weiterlesen »